Satzung mit Stand: 14. Februar 2014

S A T Z U N G

der Schützengesellschaft 1565 e.V. Vohenstrauß

Stand: 14. Februar 2014

§ 1

Name und Sitz

1) Der Schießsport wird in Vohenstrauß schon seit dem Jahr 1565 betrieben.

2) Der Verein führt den Namen "Schützengesellschaft 1565 e.V. Vohenstrauß" und hat seinen Sitz in Vohenstrauß.

3) Die Schützengesellschaft 1565 e.V. Vohenstrauß ist in das Vereinsregister eingetragen und ist damit ein eingetragener Verein im Sinne des § 21 BGB. Der Verein ist politisch, rassisch und konfessionell neutral.

4) Er ist Mitglied des Bayerischen Sportschützenbundes e.V. München und des BDS. Er erkennt dessen Satzungen und dessen Jugendsatzungen an.

§ 2

Zweck des Vereins

1) Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung des Schießsports mit Sportwaffen. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne "steuerbegünstigter Zwecke" der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Mitwirkung beim Betreiben einer Sportanlage (Schützenhaus mit Luftgewehr-, Klein- und Großkaliberständen) und der Förderung sportlicher Übungen und Leistungen (Schießsport).

2) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3) Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

5) Bei Auflösung des Vereins oder bei Änderung seines Zwecks geht das verbleibende Vermögen an die Stadt Vohenstrauß über, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 3

Geschäftsjahr

1) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 4

Erwerb der Mitgliedschaft

1) Der Verein besteht aus Ehrenmitgliedern und Mitgliedern.

2) Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet das Schützenmeisteramt aufgrund eines schriftlichen Aufnahmeantrages.

3) Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft wird mit 3/4 Mehrheitsbeschluss des Schützenmeisteramtes und des Ausschusses der Mitgliederversammlung vorgeschlagen, bzw. wenn 1/4 der Mitglieder diese beim Schützenmeisteramt beantragt. Die Mitgliederversammlung beschließt die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft mit 2/3 der abgegebenen Stimmen.

§ 5

Rechte und Pflichten der Mitglieder

1) Die Ehrenmitglieder und Mitglieder haben

a) das Recht,

1. an allen vom Verein veranstalteten Unternehmungen und Festlichkeiten teilzunehmen,

2. an allen Mitgliederversammlungen stimmberechtigt teilzunehmen,

3. Wünsche und Anträge an das Schützenmeisteramt und die Mitgliederversammlung einzureichen.

b) die Pflicht,

sich den Satzungen in allen Punkten einzufügen, die Ziele des Vereins zu wahren, seine Interessen zu fördern und die Beiträge, entsprechend der Beitragsordnung pünktlich zu entrichten.

Streitigkeiten in Vereinsangelegenheiten schlichtet das Schützenmeisteramt und der Ausschuss. Kann in diesen Gremien keine Einigung erzielt werden, entscheidet die Mitgliederversammlung.

§ 6

Beendigung der Mitgliedschaft

1) Die Mitgliedschaft endet:

a) durch Austritt

b) durch Ausschluss

c) durch Tod.

2) Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Schützenmeisteramt. Er ist mit einer Kündigungsfrist von einem Monat zum Schluss eines Kalenderjahres zulässig.

3) Das Schützenmeisteramt beschließt den Ausschluss eines Mitgliedes bei:

a) Schädigung der Vereinsinteressen,

b) Unredlichkeiten beim Schießen und bei Veranstaltungen,

c) Zuwiderhandlungen gegen Anordnungen des Schützenmeisteramtes

d) Nichterfüllung der Beitrags- und sonstigen Zahlungsverpflichtungen dem Verein gegenüber.

4) Vor der Entscheidung über den Ausschluss ist dem betreffenden Mitglied Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Ausschluss ist dem Mitglied mittels eingeschriebenem Brief unter Angabe der Gründe bekannt zu machen.

5) Das Erlöschen der Mitgliedschaft berührt nicht die Verpflichtung zur Beitragszahlung der rückständigen Beträge. Beiträge, freiwillige Spenden und dergleichen werden nicht zurückerstattet. Ein Anspruch auf das Vermögen des Vereins besteht nicht.

6) Berufung an die Mitgliederversammlung ist bei Ziffer 3 zulässig; sie entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit.

§ 7

Mitgliedsbeiträge

1) Der Verein erhebt von seinen Mitgliedern einen Jahresbeitrag.

2) Näheres regelt eine vom Schützenmeisteramt zu erlassende Beitragsordnung.

3) Das Schützenmeisteramt ist berechtigt, in besonderen Fällen den Mitgliedsbeitrag zu ermäßigen oder ganz zu erlassen.

4) Ehrenmitglieder sind, mit Ausnahme des vom Verein an den BSSB und des BDS zu entrichtenden Beitrages von der Zahlung des Mitgliedsbeitrages befreit.

§ 8

Organe der Gesellschaft

1) Die Organe der Gesellschaft sind:

a) der Vorstand (Schützenmeisteramt),

b) der Ausschuss

c) die Mitgliederversammlung.

§ 9

Der Vorstand (Schützenmeisteramt)

1) Das Schützenmeisteramt besteht aus dem

a) 1. Schützenmeister,

b) 2. Schützenmeister,

c) Schatzmeister,

d) Schriftführer,

e) Sportleiter,

f) Jugendsportleiter,

g) Gerätewart,

h) Gebäudewart.

2) Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der 1. und der 2. Schützenmeister. Beide sind je einzeln zur Vertretung der Schützengesellschaft berechtigt.

3) Das Schützenmeisteramt führt die Geschäfte der Schützengesellschaft. Es beschließt in allen Angelegenheiten der Schützengesellschaft, die von der Satzung nicht der Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung unterstellt sind.

4) Das Schützenmeisteramt wird mit einfacher Stimmenmehrheit durch Beschluss der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren bestellt und bleibt bis zur satzungsmäßigen Bestellung des nächsten Schützenmeisteramtes im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Scheidet ein Mitglied des Schützenmeisteramtes vor Ablauf seiner Amtsperiode aus, so nimmt die nächste Mitgliederversammlung für die restliche Amtszeit eine Ersatzwahl dann vor, wenn es zur satzungsmäßigen Ergänzung des Schützenmeisteramtes notwendig oder aus anderen Gründen zweckmäßig ist. Die Tätigkeit der Mitglieder des Schützenmeisteramtes ist ehrenamtlich.

5) Das Schützenmeisteramt fällt Beschlüsse in Sitzungen, die vom 1. Schützenmeister, bei dessen Verhinderung vom 2. Schützenmeister einberufen werden. Zu diesen Sitzungen sollte schriftlich, unter Bekanntgabe der Tagesordnung, mit einer Frist von acht Tagen eingeladen werden.

6) Das Schützenmeisteramt ist beschlussfähig, wenn vier seiner Mitglieder anwesend sind. Die Sitzungen leitet der 1. Schützenmeister, bei dessen Verhinderung der 2. Schützenmeister, bei dessen Verhinderung das Älteste anwesende Mitglied des Schützenmeisteramtes. Beschlüsse des Schützenmeisteramtes werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefällt, soweit nicht in dieser Satzung etwas anderes bestimmt ist. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Leiters der Sitzung. Schriftliche Stimmabgabe und Vertretung im Stimmrecht sind unzulässig. Über die Beschlüsse des Schützenmeisteramtes ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Leiter der Sitzung und dem Schriftführer zu unterzeichnen und allen Mitgliedern des Schützenmeisteramtes zuzuleiten ist.

§ 10

Der Ausschuss

1) Der Ausschuss der Schützengesellschaft besteht aus

a) dem Schützenmeisteramt

b) bis zu 5 Beisitzern (bei denen 1 Damen- und 1 Jugendbeisitzer enthalten sein sollte)

c) den Ehrenschützenmeistern und Ehrenmitgliedern.

2) Die Beisitzer werden mit einfacher Stimmenmehrheit durch Beschluss der Mitliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren bestellt und bleiben bis zur satzungsgemäßen Bestellung des nächsten Ausschusses im Amt. Wiederwahl ist zulässig

3) Der Ausschuss fällt seine Beschlüsse in Sitzungen, die vom 1. Schützenmeister, bei dessen Verhinderung vom 2. Schützenmeister einberufen werden. Zu diesen Sitzungen sollte schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung mit einer Frist von acht Tagen eingeladen werden.

4) Der Ausschuss ist beschlussfähig, wenn die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Die Sitzungen leitet der 1. Schützenmeister, bei dessen Verhinderung der 2. Schützenmeister, bei dessen Verhinderung das Älteste anwesende Mitglied des Schützenmeisteramtes. Beschlüsse des Ausschusses werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefällt, soweit nicht in dieser Satzung etwas anderes bestimmt ist. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Leiters der Sitzung. Schriftliche Stimmabgabe und Vertretung im Stimmrecht sind unzulässig. Über die Beschlüsse des Ausschusses ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Leiter der Sitzung und dem Schriftführer zu unterzeichnen und allen Mitgliedern des Ausschusses zuzuleiten ist.

§ 11

Aufgaben des Schützenmeisteramtes und des Ausschusses

1) Außer den unter § 9 genannten Aufgaben hat der 1., im Verhinderungsfalle der 2. Schützenmeister den Vorsitz bei allen Versammlungen.

2) Der Schriftführer führt die Protokolle und die schriftlichen Arbeiten.

3) Der Schatzmeister besorgt die Kassengeschäfte und hat das Schützenmeisteramt und den Ausschuss von dem jeweiligen Stand auf dem Laufenden zu halten. Schriftführer und Schatzmeister vertreten sich im Verhinderungsfalle.

4) Die Sportleiter haben die Aufgabe, bei allen Arten von Sportschießen die Aufsicht zu führen. Sie vertreten sich im Verhinderungsfalle gegenseitig.

5) Dem Gerätewart obliegt die Aufsicht über das gesamte Gerät (Inventar).

6) Dem Gebäudewart obliegt die Aufsicht über das gesamte Gebäude.

§ 12

Mitgliederversammlung

1) Die Mitgliederversammlung beschließt, soweit ihr durch die Satzung nicht weitere Aufgaben Übertragen sind, über

a) die Wahl des Schützenmeisteramtes, des Ausschusses und der Kassenprüfer,

b) die Entlastung des Schützenmeisteramtes,

c) die Festsetzung und Höhe der Beitragsordnung,

d) Satzungsänderungen

e) die Auflösung des Vereins,

f) sonstige Angelegenheiten, die der Mitgliederversammlung unterbreitet werden,

g) die Beschwerden, die sich gegen die Geschäftsführung des Schützenmeisteramtes richten und über die Beschwerden eines Mitgliedes gegen einen Ausschließungsbeschluss.

2) Der 1. Schützenmeister beruft alljährlich eine ordentliche Versammlung der Mitglieder ein, zu der diese spätestens zwei Wochen vor dem Versammlungstermin unter Bekanntgabe der Tagesordnung, mittels einfachem Brief an die letzte bekannte Adresse einzuladen sind.

3) Die Tagesordnung soll folgende Punkte enthalten:

a) Jahresbericht des 1. Schützenmeisters,

b) Sportberichte,

c) Kassenbericht,

d) Bericht der Kassenprüfer,

e) Entlastung des Schützenmeisteramtes,

f) ggf. Wahlen und Satzungsänderungen,

g) Verschiedenes und Anträge der Mitglieder.

4) Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen ist.

5) Die Mitgliederversammlung wird vom 1. Schützenmeister, bei dessen Verhinderung vom 2. Schützenmeister, bei dessen Verhinderung vom Ältesten Mitglied des Schützenmeisteramtes geleitet. Ist kein Mitglied des Schützenmeisteramtes anwesend, bestimmt die Versammlung einen Leiter.

6) Die Mitgliederversammlung beschließt, soweit in dieser Satzung nichts anderes bestimmt ist, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. Zur Änderung der Satzung ist 3/4 Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen sind bei der Frage der Mehrheit nicht mitzuzählen. Für die Feststellung, ob ein bestimmtes Stimmverhältnis erreicht wurde, sind als Gesamtzahl nur die gültigen Ja-Stimmen und Nein-Stimmen zusammenzuzählen. Schriftliche Stimmabgabe und Vertretung im Stimmrecht sind unzulässig.

7) Der Versammlungsleiter bestimmt die Art der Abstimmung für die Wahlen. Der 1. Schützenmeister und der 2. Schützenmeister werden in geheimer Abstimmung gewählt. Beschlüsse werden in offener Abstimmung gefasst, sofern nicht mit einfacher  Mehrheit der abgegebenen Stimmen eine geheime Abstimmung beschlossen wird.

8) Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Versammlungsleiter und Schriftführer zu unterzeichnen ist.

9) Anträge auf Änderung oder Erweiterung der Tagesordnung sind acht Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich beim 1. Schützenmeister einzureichen.

10) Außerordentliche Mitgliederversammlungen werden nach Bedarf durch das Schützenmeisteramt einberufen. Das Schützenmeisteramt ist zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verpflichtet wenn 1/4 der stimmberechtigten Mitglieder die Einberufung unter Angabe einer Tagesordnung beim 1. Schützenmeister beantragen. Für außerordentliche Mitgliederversammlungen gelten die Absätze 4) bis 9) entsprechend.

§ 13

Die Kassenprüfer

1) Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von zwei Geschäftsjahren zwei Kassenprüfer. Wiederwahl ist zulässig.

2) Diese Überprüfen nach Beendigung eines Geschäftsjahres die ordnungsgemäße Verbuchung der Einnahmen und Ausgaben.

3) Sie berichten über ihre Prüfung dem 1. Schützenmeister spätestens acht Tage vor der ordentlichen Mitgliederversammlung. Sie erläutern ihren Prüfbericht mündlich auf der ordentlichen Mitgliederversammlung.

4) Die Kassenprüfer können, ohne Stimmrecht, an den Sitzungen des Schützenmeisteramtes und des Ausschusses teilnehmen.

§ 14

Haftung des Vereins

1) Der Verein haftet seinen Mitgliedern nicht für

a) Unfälle und Schäden, die diese in Ausführung ihrer sportlichen Betätigung erleiden oder herbeiführen

b) alle im Schützenhaus oder sonstigen Veranstaltungen des Vereins abhanden gekommenen oder beschädigten Gegenstände

2) Die Rechte der Mitglieder aus von dem Verein als Mitglied im BSSB und BDS abgeschlossenen Versicherungsverträgen bleiben von dieser Bestimmung, Abs. 1), unberührt.

§15

Fördermitgliedschaft

Mitglieder welche über einen Zeitraum von mehr als 24 Monaten nicht am aktiven Schießsport teilgenommen haben oder einen gleichwertigen Verband des Schießsportes angehören können bei gleichen Beitragssatz vom Landesverband des BSSB abgemeldet und als Fördermitglied geführt werden. Aktiven Mitgliedern welche eine Mitgliedschaft in einen gleichwertigen Verband des Schießsportes nachweisen können steht es frei, sich vom BSSB abzumelden und als Fördermitglied im Verein geführt zu werden. Eine Beitragsabgabe an den Landesverband (BSSB) entfällt bei einer Fördermitgliedschaft. Fördermitglieder dürfen nur nach lösen einer Tagesversicherungskarte am sportlichen schießen teilnehmen.

§ 16

Auflösung des Vereins

1) Die Einberufung einer Mitgliederversammlung, in der die Auflösung des Vereins beschlossen werden soll, hat mindestens vier Wochen vor dem Versammlungstag zu erfolgen. Jedem Mitglied ist von dem Antrag auf Auflösung unter Angabe der Gründe schriftliche Mitteilung zu machen.

2) Für die Beschlussfassung ist die Anwesenheit von 3/4 der stimmberechtigten Mitglieder und eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen erforderlich.

3) Sind in der Versammlung weniger als 3/4 der stimmberechtigten Mitglieder erschienen, so ist mit einer Frist von zwei Wochen eine neue Mitgliederversammlung einzuberufen. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen. Die weitere Mitgliederversammlung kann mit einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen die Auflösung des Vereins beschließen.

Vohenstrauß, den 14. Februar 2014